Gewindeeinsätze sehen in 3D-gedruckten Teilen nicht nur toll aus, sie haben auch einen praktischen Nutzen. Jeder hatte schon mal ein verschraubtes Gerät. Wenn du es ein paar Mal zerlegt und wieder zusammengebaut hast, merkst du: Schrauben, die direkt im Kunststoff sitzen, halten irgendwann nicht mehr. Bei jedem Verschrauben verformt sich das Material am Gewinde, bis nur noch ein ausgefranstes Loch übrig ist, in dem nichts mehr greift. Hier kommen Gewindeeinsätze ins Spiel. Du schmilzt sie in deine Teile ein, dadurch sind sie formschlüssig mit dem Kunststoff verbunden und bewegen sich nicht mehr. Die Schrauben greifen jetzt in langlebiges, reibungsarmes Messing und halten ewig.
Gewindeeinsätze machen die Verbindung außerdem fester, weil der Einsatz mit mehr Material verbunden ist als eine Schraube, die direkt in ein kleineres Kunststoffloch gedreht wird.
Ein weiterer Punkt ist die Zuverlässigkeit der Verbindung. Wird eine Schraube direkt in den Kunststoff gedreht und etwas zu fest angezogen, reißt das Gewinde im Kunststoff oft aus, und die Verbindung verliert jeden Halt. Einsätze in Standardlänge halten in der Regel mehr Drehmoment aus, als eine Schraubverbindung normalerweise braucht, und werden deshalb selten überdreht.
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